Knieprothese | Kniespezialist Gelenksersatz

Orthopädie 1040 | Operation | Knieprothese | Endoprothetik |

Die Implantation einer Kniegelenksendoprothese, auch als Knieprothesenoperation bezeichnet, ist ein häufig durchgeführter orthopädischer Eingriff, der bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose oder anderen degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt wird. Dabei wird das erkrankte Kniegelenk durch eine künstliche Prothese ersetzt, um Schmerzen zu lindern, die Funktion des Gelenks wiederherzustellen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

1. Gründe für eine Knieprothesen implantation

Die Implantation einer Kniegelenksendoprothese wird in der Regel dann notwendig, wenn:

  • Die Kniegelenksarthrose (degenerative Gelenkerkrankung) in einem fortgeschrittenen Stadium vorliegt und konservative Behandlungen wie Schmerzmedikamente, Physiotherapie oder Injektionen keine ausreichende Linderung mehr bringen.
  • Schwere Einschränkungen in der Beweglichkeit bestehen, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen (z. B. bei Aktivitäten wie Gehen oder Treppensteigen).
  • Der Patient unter starken Schmerzen leidet, die selbst in Ruhephasen nicht nachlassen.

Zudem kommen Prothesenoperationen auch bei anderen Erkrankungen des Kniegelenks in Betracht, wie z.B. bei rheumatoider Arthritis, Knochenbrüchen oder seltenen Tumorerkrankungen des Knochens.

2. Welche Arten von Knieprothesen gibt es

Je nach den individuellen Bedürfnissen und der Erkrankung des Patienten gibt es verschiedene Arten von Knieprothesen:

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Unikondyläre Knieprothese / Halbschlitten (Teilprothese)

Diese wird nur dann eingesetzt, wenn nur ein Bereich des Kniegelenks (z. B. der innere oder äußere Teil) beschädigt ist und die für die Stabilität des Kniegelenkes unverzichtbaren Strukturen, wie vorderes Kreuzband, Seitenbänder, etc., intakt sind. Die Prothese ersetzt nur den betroffenen Teil des Gelenks.

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Bikondyläre Knieprothese (Totalprothese)

Dies ist die häufigste Art der Knieprothese, bei der das gesamte Kniegelenk ersetzt wird, einschließlich des Oberschenkelknochens (Femur), des Schienbeinplateaus (Tibia) und optional auch der Kniescheibenrückfläche (Patella).

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Gekoppelte Knieprothese

Die beiden Prothesenteile für Ober- und Unterschenkel sind mit einer Achse verbunden und über einen Schaft zusätzlich im Knochen fixiert. Diese Art der Prothese gibt zusätzliche Stabilität, wenn das Außen- bzw. Innenband nicht mehr ausreichend  solide sind. Weitere Einsatzgründe dafür können ausgeprägte Fehlstellungen (X- oder O- Beine) bzw. schlecht erhaltene Knochenstruktur sein.

patellofemoraler ersatz von dr. ewald timmel von ortho-timmel.at

Patellofemorale Prothese

Bei dieser Art der Prothese wird nur die Kniescheibe und der vordere Teil des Oberschenkelknochens ersetzt. Sie kommt jedoch nur in speziellen Fällen zum Einsatz, wenn ausschließlich der vordere Bereich des Kniegelenkes betroffen.

Die Implantation einer Kniegelenksendoprothese wird in der Regel dann notwendig, wenn:

  • Die Kniegelenksarthrose (degenerative Gelenkerkrankung) in einem fortgeschrittenen Stadium vorliegt und konservative Behandlungen wie Schmerzmedikamente, Physiotherapie oder Injektionen keine ausreichende Linderung mehr bringen.
  • Schwere Einschränkungen in der Beweglichkeit bestehen, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen (z. B. bei Aktivitäten wie Gehen oder Treppensteigen).
  • Der Patient unter starken Schmerzen leidet, die selbst in Ruhephasen nicht nachlassen.

 

Zudem kommen Prothesenoperationen auch bei anderen Erkrankungen des Kniegelenks in Betracht, wie z. B. bei rheumatoider Arthritis, Knochenbrüchen oder seltenen Tumorerkrankungen des Knochens.

3. Wie ist das Operationsverfahren

Die Implantation einer Kniegelenksendoprothese erfolgt in der Regel unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie (Spinalanästhesie), wobei der Patient bei letzterer während der Operation wach, aber schmerzfrei ist.

Zugang zum Kniegelenk

Ein etwa 15 cm langer Schnitt wird in der Regel an der Vorderseite des Knies gemacht, um Zugang zum Gelenk zu erhalten. Dabei wird das Gewebe schonend beiseite geschoben, ohne größere Muskeln oder Bänder zu durchtrennen. In einigen Fällen kann der Zugang auch etwas seitlich oder medial (innen) erfolgen.

Entfernung des erkrankten Knorpels und Knochens

Das beschädigte Kniegelenk wird von Knorpel- und Knochenschäden befreit. Der Oberschenkelknochen und das Schienbein werden präzise bearbeitet, um die Prothese optimal zu verankern. In einigen Fällen wird auch die Kniescheibenrückfläche entfernt und durch eine künstliche ersetzt.

Implantation der Prothese

Die Prothese besteht aus mehreren Teilen: einer Metallkufe für den Oberschenkelknochen, einer Metallplatte mit integriertem Kiel für das Schienbein, einem darauf einrastenden Kunstoffinlay und ggf. einer weiteren Kunststoffkomponente für die Kniescheibe. Die Teile werden präzise auf die präparierten Knochenflächen angepasst und fixiert. Dies kann entweder durch Zementierung bei älteren Patienten oder schwächeren Knochen oder durch eine unzementierte Prothese (bei jüngeren, aktiveren Patienten mit gesunden Knochen) erfolgen.

Wiederherstellung der Beweglichkeit

Nach dem Einsetzen der Prothese wird das Kniegelenk vorsichtig bewegt, um sicherzustellen, dass diese korrekt sitzt und die Beweglichkeit wiederhergestellt wird. Der Eingriff dauert in der Regel etwa 90 Minuten.

4. Rehabilitation und Nachbehandlung

Nach der Operation folgt eine gezielte Rehabilitationsphase. Diese ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Knieprothesenimplantation und die Wiederherstellung der Funktionalität des Gelenks.

Frühmobilisation: Bereits wenige Stunden nach der Operation beginnen Patienten mit Hilfe von Physiotherapeuten, das Knie zu bewegen, um die Flexibilität zu fördern und Komplikationen wie Thrombosen zu vermeiden. In den ersten Tagen wird mit leichtem Beugen und Strecken des Knies begonnen.

Physiotherapie: Eine gezielte Physiotherapie ist notwendig, um die Muskulatur rund um das Knie zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und die Belastung des Gelenks zu optimieren. Regelmäßige Übungen helfen, das Knie nach der Operation wieder normal zu bewegen.

Schmerzkontrolle: Schmerzmedikamente werden in den ersten Tagen nach der Operation verabreicht, um die Erholung zu unterstützen und den Patienten so schmerzfrei wie möglich zu halten.

Gewichtsbelastung: Zunächst wird das Kniegelenk nur teilweise belastet. Nach etwa 4 Wochen kann die Belastung je nach Heilungsverlauf schrittweise erhöht werden bis zur Vollbelastung ohne Gehstützen nach 6 Wochen. In der Regel kann der Patient nach 3 Monaten wieder weitgehend normal gehen und alltägliche Aktivitäten aufnehmen.

FAQ

Arthrose ist eine häufige Erkrankung der Gelenke, die vor allem im Alter auftritt, aber auch jüngere Menschen betreffen kann. Sie entsteht, wenn der Knorpel, der die Gelenke schützt, sich mit der Zeit abnutzt oder beschädigt wird. Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko für Arthrose erhöhen können, darunter:

  1. Alter: Mit zunehmendem Alter verschleißt der Gelenkknorpel allmählich, was zu Arthrose führen kann.
  2. Genetik: Eine familiäre Veranlagung kann das Risiko erhöhen, Arthrose zu entwickeln.
  3. Übergewicht: Übergewicht belastet die Gelenke, insbesondere die Hüft- und Kniegelenke, und kann den Knorpelabbau beschleunigen.
  4. Verletzungen: Frühere Verletzungen, wie Bänderrisse oder Brüche, können zu langfristigen Schäden an den Gelenken führen und das Risiko für Arthrose erhöhen.
  5. Überbeanspruchung: Wiederholte oder starke Belastung der Gelenke durch Sport oder Beruf (z. B. bei häufigem Heben) kann zu Arthrose beitragen.
  6. Fehlstellungen: Gelenkfehlstellungen oder ungleiche Belastung durch z. B. Fehlhaltungen oder angeborene Fehlbildungen können das Risiko erhöhen.
  7. Entzündungen: Entzündungen, wie sie bei bestimmten Erkrankungen auftreten können, erhöhen das Risiko für Arthrose.

Arthrose entwickelt sich oft schleichend und ist mit Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit verbunden. Ein Arzt kann durch Untersuchung und bildgebende Verfahren (z. B. Röntgen) die genaue Ursache feststellen und passende Behandlungsmöglichkeiten anbieten.

Hast du schon eine Diagnose oder bist du gerade auf der Suche nach mehr Informationen zu deinen Symptomen?

Der Verlauf von Arthrose im Kniegelenk erfolgt in mehreren Stadien, die sich schleichend entwickeln und zu zunehmenden Beschwerden führen können. Hier ist eine kurze Übersicht der typischen Phasen:

1. Frühes Stadium (Grad 1):

  • Symptome: Leichte Beschwerden oder keine Symptome. Möglicherweise sind geringe Knorpelschäden vorhanden, aber das Gelenk funktioniert weitgehend normal.
  • Behandlung: Maßnahmen zur Vorbeugung, wie Gewichtsreduktion, Physiotherapie oder entzündungshemmende Medikamente, können helfen, Beschwerden zu lindern.

2. Mittleres Stadium (Grad 2):

  • Symptome: Leichte bis moderate Schmerzen, besonders nach Belastung oder längeren Aktivitäten. Der Knorpelabbau nimmt zu, und es kann zu einer leichten Gelenkverengung kommen.
  • Behandlung: Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur, Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente. In einigen Fällen können Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortison erwogen werden.

3. Fortgeschrittenes Stadium (Grad 3):

  • Symptome: Deutliche Schmerzen, insbesondere bei Bewegung oder Belastung, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit. Es treten größere Knorpelschäden auf, und es können Entzündungen und Schwellungen auftreten.
  • Behandlung: Physiotherapie und regelmäßige Bewegung sind weiterhin wichtig. Injektionen oder andere nicht-chirurgische Therapien können helfen. Ein Gelenkersatz (Knieprothese) wird häufig als Option in Betracht gezogen, wenn die Schmerzen nicht mehr kontrolliert werden können.

4. Endstadium (Grad 4):

  • Symptome: Starke Schmerzen auch in Ruhe, deutlich eingeschränkte Beweglichkeit und mögliche Fehlstellungen des Knies. Der Knorpel ist nahezu vollständig abgebaut, und es kommt zu Knochenkontakt.
  • Behandlung: In diesem Stadium ist eine operative Behandlung, meist in Form einer Kniegelenksprothese (Endoprothese), oft der einzige Weg, um die Lebensqualität zu verbessern.

Der Verlauf der Arthrose kann individuell sehr unterschiedlich sein. Faktoren wie das Alter, die Art der Belastung des Knies, Begleiterkrankungen und der Zeitpunkt der Behandlung spielen eine Rolle. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen und ein angepasster Therapieplan können helfen, den Fortschritt der Arthrose zu verlangsamen.

Es ist verständlich, dass die Wartezeit auf eine Knieendoprothesenoperation schmerzhaft sein kann. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität in dieser Zeit zu verbessern. Hier sind einige Optionen zur schmerzlindernden Behandlung:

1. Medikamentöse Schmerzbehandlung

  • Schmerzmittel: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Diese sollten jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
  • Paracetamol: Dies kann eine gute Option sein, wenn NSAR nicht gut vertragen werden, da es schmerzlindernd wirkt, aber keine Entzündungen bekämpft.
  • Topische Schmerzmittel: Salben oder Gele, die schmerzlindernde oder entzündungshemmende Stoffe enthalten (z. B. Diclofenac-Gel), können auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

2. Physiotherapie und gezielte Bewegung

  • Physiotherapie: Ein Physiotherapeut kann spezielle Übungen empfehlen, die helfen, die Beweglichkeit des Knies zu erhalten, die Muskulatur zu stärken und die Schmerzen zu lindern. Auch das Dehnen und Mobilisieren des Gelenks kann den Druck verringern.
  • Schonende Bewegung: Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren sind gelenkschonend und fördern die Durchblutung und Beweglichkeit, ohne das Gelenk zu überlasten.

3. Hilfsmittel zur Entlastung

  • Gehhilfen: Das Benutzen von Gehstöcken oder Krücken kann die Belastung des betroffenen Knies verringern, was zu weniger Schmerzen führt.
  • Knieorthesen: Eine spezielle Kniebandage oder -orthese kann das Gelenk stabilisieren und verhindern, dass schmerzhafte Bewegungen ausgeführt werden.

4. Kältetherapie (Eispackungen)

  • Eisbehandlung: Kalte Kompressen oder Eisbeutel (15–20 Minuten Anwendung) auf das betroffene Knie können helfen, Schwellungen zu reduzieren und akute Schmerzen zu lindern. Achte darauf, dass du ein Tuch zwischen Eis und Haut legst, um Erfrierungen zu vermeiden.

5. Wärmetherapie

  • Wärmebehandlung: Wenn das Knie eher steif ist und weniger Schwellung vorliegt, kann Wärme (z. B. durch Wärmepflaster oder warme Bäder) helfen, die Muskeln zu entspannen und die Schmerzen zu lindern.

6. Injektionen

  • Kortisoninjektionen: In einigen Fällen kann eine Kortisoninjektion in das Kniegelenk helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Schmerzen für eine gewisse Zeit zu lindern. Diese sollten jedoch nicht zu oft verabreicht werden, da sie langfristig den Knorpel schädigen können.
  • Hyaluronsäure-Injektionen: Diese können die Gelenkflüssigkeit ersetzen und das Gleiten der Gelenke verbessern, was zu einer Verringerung der Schmerzen führen kann.

7. Ernährung und Nahrungsergänzung

  • Omega-3-Fettsäuren: Diese haben entzündungshemmende Eigenschaften und können helfen, Gelenkschmerzen zu lindern. Sie kommen z. B. in Fischöl oder Leinöl vor.
  • Glucosamin und Chondroitin: Diese Nahrungsergänzungsmittel sollen den Knorpel stärken und können die Symptome von Arthrose lindern.

8. Alternative Therapien

  • Akupunktur: Einige Menschen berichten von Linderung der Schmerzen durch Akupunktur, eine Methode, die auf die gezielte Stimulation von bestimmten Punkten des Körpers abzielt.
  • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation): Diese Therapie nutzt elektrische Impulse, um Schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen.

Es ist wichtig, dass du vor Beginn einer neuen Behandlungsmethode Rücksprache mit deinem Arzt oder Orthopäden hältst, besonders bei Medikamenten und Injektionen. Ein individueller Plan, der auf deine Bedürfnisse und den Fortschritt deiner Erkrankung abgestimmt ist, ist entscheidend.
Hast du schon einige dieser Methoden ausprobiert oder möchtest du mehr über eine spezielle Option erfahren?

Die Dauer der Rehabilitation nach einer Knieprothesenimplantation (Knie-TEP) variiert je nach individuellem Heilungsverlauf, Gesundheitszustand und Art der Operation. Im Allgemeinen lässt sich die Rehabilitation in verschiedene Phasen unterteilen:

1. Frühphase (0–4 Wochen nach der Operation)

  • Ziel: Die ersten Wochen nach der Knieprothesenoperation konzentrieren sich darauf, Schwellungen zu reduzieren, das Bein zu entlasten und die Beweglichkeit des Knies wiederherzustellen.
  • Aktivitäten:
    • In den ersten Tagen nach der Operation wird das Knie in der Regel mit Gehstützen oder Krücken entlastet.
    • Physiotherapie beginnt bereits früh, um das Gelenk langsam wieder in Bewegung zu bringen.
    • Viele Patienten können nach 1 bis 2 Wochen anfangen, das Knie schrittweise mehr zu belasten.

2. Mittelphase (4–12 Wochen nach der Operation)

  • Ziel: Die Funktion des Knies weiter zu verbessern, die Muskulatur rund um das Gelenk zu stärken und die Beweglichkeit zu steigern.
  • Aktivitäten:
    • Ab etwa 4–6 Wochen kann man beginnen, das Knie ohne Gehstützen zu belasten.
    • Die Physiotherapie wird intensiver, mit Übungen zur Stärkung der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur.
    • Patienten können oft wieder kurze Strecken gehen und beginnen, im Alltag normaler zu funktionieren.

3. Spätphase (3–6 Monate nach der Operation)

  • Ziel: Das Knie wird zunehmend stabiler und kräftiger, mit einer fast vollständigen Wiederherstellung der Beweglichkeit.
  • Aktivitäten:
    • Im dritten Monat nach der Operation können viele Patienten wieder Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen aufnehmen.
    • Die Physiotherapie geht weiter, wobei der Fokus auf dem Wiedererlangen der vollen Bewegungsfreiheit und der Muskulatur liegt.
    • In dieser Phase sind die meisten Patienten in der Lage, sich wieder normal zu bewegen und wieder in ihren Alltag zurückzukehren.

4. Langzeitphase (6 Monate bis 1 Jahr nach der Operation)

  • Ziel: Maximale Wiederherstellung der Funktion und Reduzierung von Beschwerden.
  • Aktivitäten:
    • Die vollständige Heilung des Gelenks kann bis zu einem Jahr dauern, wobei das Knie weiterhin stabiler und stärker wird.
    • Leichte bis moderate sportliche Aktivitäten wie Wandern oder Fahrradfahren sind nun meist wieder problemlos möglich.

Wichtige Faktoren für den Heilungsprozess:

  • Alter und Gesundheitszustand des Patienten: Jüngere und allgemein gesündere Menschen tendieren zu einer schnelleren Heilung und einer besseren Rehabilitation.
  • Rehabilitation: Eine frühzeitige und regelmäßige physiotherapeutische Betreuung ist entscheidend für den Erfolg der Rehabilitation.
  • Einhaltung von ärztlichen Anweisungen: Das Befolgen der Empfehlungen des Arztes hinsichtlich Bewegung, Belastung und Ruhigstellung des Knies fördert die Heilung.

Fazit

Die gesamte Rehabilitation nach einer Knieprothesenoperation dauert in der Regel etwa 3 bis 6 Monate, wobei viele Patienten nach etwa 3 Monaten wieder gut mobil sind. Die vollständige Genesung und Anpassung an das künstliche Knie kann jedoch bis zu einem Jahr dauern.

Es ist wichtig, den Heilungsprozess nicht zu überstürzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Haben Sie bereits mit der Physiotherapie begonnen oder sind noch Fragen zur Rehabilitation offen? Ich berate Sie dazu gerne.

Eine Kniegelenksendoprothese hält in der Regel ohne Komplikaionen 15 bis 20 Jahre, abhängig von verschiedenen Faktoren wie:

  • Alter und Aktivitätslevel des Patienten: Jüngere und sehr aktive Patienten können die Prothese schneller abnutzen.
  • Gewicht: Übergewicht kann die Belastung des Knies erhöhen und den Verschleiß beschleunigen.
  • Material der Prothese: Moderne Prothesen bestehen aus haltbareren Materialien und können länger halten.
  • Pflege und Rehabilitation: Eine gute Nachbehandlung und das Vermeiden von Überlastung tragen zur Lebensdauer bei.

Nach etwa 15–20 Jahren kann es notwendig sein, die Prothese zu wechseln (Wechseloperation).