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Die minimalinvasive Implantation einer Hüftprothese ist ein moderner chirurgischer Ansatz zur Behandlung von Hüftgelenksarthrose und anderen Hüftgelenkserkrankungen. Bei dieser Technik wird das Gelenk unter Verwendung eines schonenderen Zuganges mit weniger Gewebeschäden ersetzt als bei herkömmlichen offenen Verfahren. Die Methode hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, da sie viele Vorteile für die Patienten bietet.
Zugangsweg
Der Hauptunterschied zur klassischen Operation besteht in der Art des Zugangsweges zum Hüftgelenk. Die Muskeln werden bei der minimalinvasiven Operation nur auf die Seite gedrängt und müssen nicht abgelöst, oder eingeschnitten werden.
Kleinere Schnitte
Ein weiterer Unterscheidungspunkt besteht u.a. in der Größe des Hautschnitts. Bei der minimalinvasiven Methode werden in der Regel nur Schnitte von 7 bis 10 cm Länge gemacht, während bei der traditionellen Methode Schnitte von 15 bis 20 cm erforderlich sein können. Dies führt zu weniger Haut- und Weichteilschäden.
Schnellere Heilung und weniger Schmerzen
Durch die geringere Gewebstraumatisierung sind die Schmerzen nach der Operation in der Regel weniger intensiv, und die Heilung verläuft schneller. Patienten berichten oft von einer kürzeren Genesungszeit und einer schnelleren Rückkehr zu normalen Aktivitäten.
Weniger Narbenbildung
Da der Schnitt kleiner ist, entstehen auch kleinere Narben, die ästhetisch vorteilhaft sind und das postoperative Erscheinungsbild verbessern.
Geringeres Risiko für Komplikationen
Durch die Schonung von Muskeln, Bändern und Gewebe wird das Risiko von postoperativen Komplikationen wie Infektionen, Blutungen und Blutgerinnseln reduziert.
Schnellerer Krankenhausaufenthalt
Die Patienten können häufig schneller entlassen werden, da die postoperative Erholung beschleunigt wird. In vielen Fällen kann der Aufenthalt im Krankenhaus deutlich reduziert werden.
Die minimalinvasive Implantation einer Hüftprothese ist ein moderner chirurgischer Ansatz zur Behandlung von Hüftgelenksarthrose und anderen Hüftgelenkserkrankungen. Bei dieser Technik wird das Gelenk unter Verwendung eines schonenderen Zuganges mit weniger Gewebeschäden ersetzt als bei herkömmlichen offenen Verfahren. Die Methode hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, da sie viele Vorteile für die Patienten bietet. Ich selbst verwende hierfür folgende Zugänge zum Hüftgelenk:
Anteriorer Minimalinvasiver Zugang AMIS
Bei diesem Zugang wird das Hüftgelenk von vorne über einen kleinen Schnitt erreicht. Der Vorteil dieses Zugangs ist, dass keine Muskeln oder Sehnen durchtrennt werden müssen, was zu einer schnelleren Heilung führen kann.
Eine Besonderheit des anterioren Zuganges ist, dass keine motorischen Nerven das Zugangsareal kreuzen, da alle Muskeln medial des Zuganges über Äste des Nervus femoralis und alle Muskeln lateral des Zuganges über Äste der Glutealnerven innerviert werden. Der vordere Zugang ist mit dem geringsten Risiko für Muskelschädigungen assoziert. Somit ist der anteriore Zugang eine besonders schonende Zugangstechnik.
Für die Anwendung der AMIS-Technik bieten Patienten mit nicht zu kräftiger Muskulatur und langem valgischem Schenkelhals die besten anatomischen Vorraussetzungen. Deutlich herausfordender sind muskelstarke Patienten mit varischem kurzem Schenkelhals und einer Hüftprotrusion.
Anterolateraler Minimalinvasiver Zugang ALMIS
Der Zugang erfolgt von der Seite des Hüftgelenks. Durch die vorneseitlich (anterolaterale) Position werden keine wichtigen Muskeln durchtrennt, sondern es wird der Zugang zwischen den Muskeln hindurch (intermuskulär) oder entlang ihrer Fasern (interfaszial) aufgesucht. Dieser Zugang ermöglicht eine gute Sicht auf das Gelenk und hat den Vorteil, dass wichtige Muskeln weniger beeinträchtigt werden. Er wurde speziell entwickelt, um Muskelstrukturen wie den Gluteus medius und den Gluteus minimus zu schonen und damit eine schnellere Genesung und bessere Funktionalität nach einer Hüftoperation zu gewährleisten.
Entfernung des beschädigten Knorpels und Knochens
Der erkrankte Hüftkopf (der Oberschenkelkopf) wird entfernt, und der Oberschenkelknochen sowie die Hüftpfanne werden präpariert, um die Prothese zu verankern.
Einsetzen der Prothese:
Die künstliche Hüfte besteht in der Regel aus einer Metallkomponente für die Gelenkspfanne mit einem einsetzbaren bzw. integrierten Inlay aus Keramik oder Kunststoff, einem Keramikkopf und einer weiteren Metallkomponente, die in den Oberschenkelknochen eingebracht wird, dem Schaft. Die Prothesenteile werden zuerst mittels Probeimplantaten geprüft, danach werden die Originalteile präzise im Hüftgelenk platziert
Je nach individueller Anforderungen und Erkrankung des Patienten gibt es verschiedene Arten von Hüftprothesen:
Beckenschale, Pfanne, (Acetabulum-Komponente)
Diese Komponente wird in das Becken implantiert und ersetzt die natürliche Hüftpfanne (Acetabulum). Sie besteht in der Regel aus Metall, wobei ich selber gerne Titanimplantate verwende. Dieses Material ist äußerst stabil und es sind keine Allergien dagegen bekannt.
Inlay
Die Metallpfanne erhält in einem weiteren Schritt einen Polyethylen- bzw. Keramikeinsatz, bzw. ist mit diesem bereits ausgekleidet. Er bildet mit seiner Oberfläche den Gegenpart zum künstlichen Hüftkopf und ermöglicht mit diesem die Beweglichkeit im Sinne eines Kugelgelenkes.
Prothesenkopf (Femurkopf-Komponente)
Der Kopf ist der Teil der Prothese, der zusammen mit dem Inlay das Gelenk im Oberschenkel ersetzt. Er wird auf den Hals der Schaftkomponente aufgebracht. Ich verwende hier fast ausschließlich aus Keramik gefertigte Implantate.
Hüftschaft (Stem)
Der Schaft ist der Teil der Prothese, der in den Oberschenkelknochen eingeführt wird. Er wird entweder zementiert oder direkt in den Knochen eingepasst, um eine stabile Verbindung zum Oberschenkelknochen zu schaffen. Auch hier verwende ich gerne Implantate aus Titan. Außerdem haben sich für mich die Kurzschäfte durchgesetzt, wenn die Gesamtsituation ihre Implantation zulässt. Sie ermöglichen ein minimalinvasives operieren und geben, bei richtiger Lage, hervorragende Stabilität.
Ich selbst verwende unter normalen Anforderungen fast ausschließlich Kurzschaftprothesen.
Kurzer Schaft
Diese ist eine spezielle Art von Hüftprothese, die bei der Behandlung von Hüftgelenksarthrose oder anderen Hüftgelenkserkrankungen eingesetzt wird. Sie unterscheidet sich von einer Langschaftprothese vor allem in der Länge des Schaftes, der in den Oberschenkelknochen eingesetzt wird.
Der Schaft der Prothese ist im Vergleich zu herkömmlichen Implantaten kürzer und reicht nicht bis zum mittleren oder unteren Knochenschaft. Er wird nur im oberen Bereich des Oberschenkelknochens verankert.
Erhaltung des Knochengewebes
Durch den kürzeren Schaft wird weniger Knochen entfernt, was die Stabilität des Oberschenkels und die Möglichkeit einer späteren Revision verbessert.
Höhere Flexibilität
Diese Prothesen sind besonders dann vorteilhaft, wenn das Knochengewebe im Oberschenkelkopf noch relativ gesund ist, sodass die Prothese eine bessere Anpassung an die Knochenstruktur ermöglichen kann.
Schonung des Knochens
Weniger Knochenentfernung bedeutet, dass mehr des natürlichen Knochens erhalten bleibt. Dies kann insbesondere für jüngere Patienten oder aktive Menschen von Vorteil sein.
Weniger Schmerzen und schnelleres Heilung
Da weniger invasiv operiert wird, kann die Erholungszeit kürzer sein und es treten häufig weniger postoperative Schmerzen auf.
Bessere Revisionsmöglichkeit
Durch den kürzeren Schaft ist eine mögliche spätere Revision (Ersetzung der Prothese) einfacher, da der Knochen nicht zu stark beschädigt wurde.
Geringere Stabilität
Aufgrund des kürzeren Schaftes kann es in manchen Fällen zu einer geringeren Stabilität der Prothese kommen, vor allem bei sehr aktiven Patienten oder bei starkem Übergewicht.
Nicht für alle Patienten geeignet
Für Patienten mit stark geschädigtem Knochenmaterial oder größeren strukturellen Problemen im Oberschenkelknochen könnte eine Kurzschaftprothese weniger geeignet sein.
Die Rehabilitation nach der Hüftprothesenoperation ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des Eingriffs. Der Heilungsprozess verläuft in mehreren Phasen:
Frühmobilisation
Bereits kurz nach der Operation beginnen die Patienten mit der Unterstützung von Physiotherapeuten, das Gelenk zu mobilisieren. Das Bewegen des Hüftgelenks fördert die Durchblutung und hilft, Komplikationen zu vermeiden.
Physiotherapie
Um die Muskulatur rund um das Hüftgelenk zu stärken und die Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen, ist eine gezielte Physiotherapie notwendig. Diese beginnt häufig schon am ersten oder zweiten Tag nach der Operation.
Schmerzkontrolle
Schmerzmedikamente helfen dabei, die postoperativen Beschwerden zu lindern. Diese sollten entsprechend den Anweisungen des Arztes eingenommen werden.
Die Hüftprothesenimplantation ist eine bewährte Methode zur Behandlung von Hüftarthrose und anderen Hüftgelenkserkrankungen. Der Eingriff führt in den meisten Fällen zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität durch die Reduzierung von Schmerzen und die Wiederherstellung der Beweglichkeit des Hüftgelenks. Mit der richtigen Rehabilitation und regelmäßigen Nachkontrollen können Patienten viele Jahre lang von den Vorteilen der Prothese profitieren.
Eine Hüftprothesenimplantation ist in der Regel zu empfehlen, wenn die Hüftgelenksarthrose oder andere Erkrankungen des Hüftgelenks fortgeschritten sind und konservative Behandlungen wie Medikamente, Physiotherapie oder Injektionen keine ausreichende Linderung mehr bringen.
Zu den häufigsten Indikationen gehören:
Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, der zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.
Schenkelhalsbrüche oder andere schwere Hüftverletzungen, die nicht mehr konservativ, bzw. operativ mittels Osteosynthese behandelt werden können.
oder andere entzündliche Erkrankungen, die das Hüftgelenk zu starker Degeneration gebracht haben.
Die Hüftprothese hilft dabei, die Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion wiederherzustellen, sodass der Patient ein aktives und schmerzfreies Leben führen kann.
Die Implantation einer Hüftprothese bietet zahlreiche Vorteile für Patienten mit Hüftgelenksarthrose oder anderen Erkrankungen:
Nach der Hüftprothesenoperation berichten die meisten Patienten von einer deutlichen Reduzierung der Schmerzen, die mit Hüftgelenksarthrose verbunden sind.
Die Prothese ermöglicht eine verbesserte Beweglichkeit des Hüftgelenks, sodass alltägliche Aktivitäten wie Gehen und Treppensteigen wieder problemlos möglich sind.
Moderne Hüftprothesen sind langlebig und können 20-30 Jahre oder länger halten, was eine dauerhafte Lösung für viele Patienten darstellt.
Die vollständige Genesung nach einer Hüftprothesenoperation dauert in der Regel zwischen 6 und 12 Wochen. Nach 3 bis 6 Monaten können die Patienten in der Regel wieder normale Aktivitäten aufnehmen. Intensive sportliche Belastungen sind jedoch erst nach 6 Monaten bis einem Jahr wieder empfohlen. Die Patienten müssen regelmäßige Nachuntersuchungen durchführen, um sicherzustellen, dass die Prothese richtig funktioniert und keine Komplikationen auftreten.
Eine Hüftgelenksendoprothese hält in der Regel ohne Komplikaionen 15 bis 20 Jahre, abhängig von verschiedenen Faktoren wie:
Nach etwa 15–20 Jahren kann es notwendig sein, die Prothese zu wechseln (Wechseloperation).
Wie bei jeder großen Operation können auch bei der Implantation einer Hüftprothese Komplikationen auftreten. Zu den möglichen Risiken gehören:
In seltenen Fällen kann es zu einer Infektion des Operationsgebiets kommen.
Thrombosen können nach der Operation auftreten, weshalb eine frühzeitige Mobilisation und gegebenenfalls Blutverdünnungsmittel notwendig sind.
Im Laufe der Jahre kann die Prothese sich lockern oder der Kunststoff verschleißen, was möglicherweise einen Austausch der Prothese erforderlich macht. Die Materialien sind aber heute so weit, dass ein Abrieb von Kunstoffoberfläche mit maximal 0,01-0,02 mm garantiert werden kann.
In einigen Fällen kann das neue Hüftgelenk instabil werden, was zu einer Dislokation führen kann.